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hohen Thurme oder ähnlichen erhabenen Puncte aus an-zustellen, so kam er auf den erfinderischen Einsall, einengewöhnlichen Papier-Drachen, wie ihn die Knaben zumVergnügen in die Lust steigen lasten, für seinen Endzweckzu benutzen. Er verfertigte sofort ein soches Kunstproduct,nahm aber damit die Aenderung vor, daß er statt desPapiers ein seidnes Tuch über die Stäbe spannte, weildasselbe vom Gewitter-Regen nicht so viel Verletzung zubefürchten hatte, als Papier. Am oberen Ende des Stielesseines Drachen befestigte er eine eiserne Spitze. Die Leine,woran er denselben aufsteigen ließ, war ein gewöhnlicherhänfener Bindfaden; doch knüpfte er an dessen unteresEnde eine seidene Schnur an, weil durch letztere dieElectricitäts-Leitung gar sehr gesteigert ward, und am Schlußder seidenen Schnur bildete ein Stahl - Schlüssel denHandgriff.
Mit diesem Apparate versehen ging Franklin einstim Sommer 1752, blos von seinem Sohne, dem einzigenMitwisser seiner wahren Absicht, begleitet, beim Heran-nahen eines Gewitters auf eine Wiese bei Philadelphia,und ließ hier sofort seinen Drachen steigen. Ziemlich langevermochte er, trotz der über den letztem hinweg ziehendenschweren Gewitterwolken, nicht das geringste Zeichen vonElcctricität zu bemerken, und schon beschlich ihn fast dieFurcht, daß er sich eines glücklichen Erfolgs für die Be-stätigung seiner Theorie nicht zu erfreuen haben werde: als erzu seiner großen Freude plötzlich wahrnahm, daß die losenFäserchen an seiner seidnen Schnur sämmtlich aufwärtsstrebten. Hoch erfreut über diesen deutlichen Beweis dergelungenen Herunter-Leitung des elektrischen Stoffes, hielter ein Finger-Gelenk an den Stahl-Schlüssel in seiner