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aus die Glasmalerei verfallen seyn. Allein man würdehei dieser Annahme irren. Wenigstens geben uns die altenKlassiker keinen einzigen bestimmten Fingerzeig, welcher aufein Bekanntseyn der Glasmalerei zu ihrer Zeit sicherschließen ließe, und nur erst im achten Jahrhunderte fin-den sich Spuren dieser Kunst in Italien, Frankreich undDeutschland.
Daß man aber gerade damals auf solche Malereiverfiel, erklärt sich sehr leicht.
Die ersten, seit dieser Periode besonders thätig für dieVerbreitung des Christenthums in Deutschland und andernbenachbarten Staaten wirkenden Religionslehcer mußten beieinigem Nachdenken bald erkennen, daß in essectreich ge-haltenen bildlichen Darstellungen ein sehr gutesHülfsmittel liege, rohen, noch ganz an sinnlichen Begriffenhängenden Völkern theils überhaupt, thcils namentlich inreligiöser Beziehung durch den unmittelbaren, schneller,als irgend etwas Anderes wirkenden Eindruck auf das Augeüber so manche, ihnen außerdem unbegreiflich bleibendeDinge Aufklärung zu verschassen.
So kam es, daß Bischöffe, Klostergeistliche u. s. w.sehr zeitig dafür sorgten, sowohl ihre Kirchen, Klöster undSchulen, als ihre Meßbücher, Heiligen-Legenden u- dergl.mit Abbildungen aus der, hier am nächsten liegendenbiblischen Geschichte schmücken zu lassen; und dießgab wieder den Haupt-Anlaß zu der so frühzeitig, undmitten unter anderweitiger Barbarei und Unwissenheit vor-zugsweise bemerkbaren Cultur der bildenden Künstein Deutschland.
Fragt man, wo denn die Zufluchtsörter für die bildendeKunst während der Verwüstungs - Stürme der ersten sieben