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2 (1842) (1842)
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Daß die in der Milte des fübenzehnten Jahrhundertsbeliebten venetianischen Gläser mitunter Laubwerk und an-dere Zierrathen trugen, welche mit dem Diamant einge-schnitten waren, wird ausdrücklich erwähnt; auch findetman nicht nur den vorerwähnten Georg Schwanhardden ältern, sondern auch einen neuern Augsburgischen Künst-ler, Johann Rost, als geübte Virtuosen in dieser Kunstaufgeführt

Wenn übrigens allmählig die Geschicklichkeit, in Glaszu schneiden, mehr und mehr in Vergessenheit gerathenist, so scheint nichts so sehr hierzu Anlaß gegeben zu haben,als die mit der Zeit in Uebung gekommene Kunst, aller-lei Gegenstande in Glas zu ätzen. Obschon der gewöhn-lichen Meinung nach die Säure, wodurch man Kieselmasse,und also auch Glas aufzulösen vermag, erst im Jahre 1771von dem Chemiker Scheele in dem Flußspathe ent-deckt wurde, nachdem der Bergrath Henkel zu Freibergbereits 1744 aus die salzige, und also atzende Qualitätdes letztern aufmerksam gemacht hatte, so ist doch die Kunst,beliebige Gegenstände mit Säure in Glas zu atzen, bereitsum das Jahr 1<Z70 von dem vorgenannten NürnbergerKünstler, Heinrich Schwanhard, gekannt und angewendetworven. Dieser fand sich nämlich, als er die zufälligeVerletzung seiner Brillengläser durch darauf getropftes Scheide-wasser wahrnahm, sofort bewogen, sich ein Aetzwasser zu-zurichten, womit er Schrift und Zeichnungen auf Glas-tafeln bringen konnte; wie außer Sa ndrart a. a. QBd. !. Th. II. S. 346, auch Doppelmayr in s. Nach-richt von den Nürnberger Künstlern ausdrücklich meldet.

H Vergl. Beckmann, a. a. O., Th. III. S. 544 u. f.