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2 (1842) (1842)
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als „indisches" Porzellan bezeichnet, weil die ursprüng-lichen Hauptlieferanten dieser Waare nach Europa, dieHollander, dieselbe über Ostindien bezogen.

Das erste nach Europa gebrachte chinesische Porzellanwar weiß, mit bunter Malerei. Blaues kam erst indie Mode, als die Holländer angefangen hatten, t»e zuAnfang des sechzehnten Jahrhunderts zuerst im sachsischenErzgebirge aus Kobalt-Erz bereitete, jetzt unter dem NamenSchmälte allgemein bekannte blaue Mineral-Farbe denChinesen zum Behuf der mehr in's Aug? fallenden Bunt-färbung ihres Porzellans in großen Massen zuzuführen:was um so leichter war, da man anfangs in Sachsen denWerth der Schmälte nicht gehörig zu schätzen verstand,und diesen Artikel für sehr billige Preise an die Holländerve kaufte, welche sich ihn dagegen von den Chinesen sehrtheuer bezahlen ließen.

In Holland ward der besonders aus Schneebergbezogene geröstete Kobalt auf besondern Farbenmühlen kleingemahlen, und so den Chinesen und Japanern zum Behufihrer Porzellan-Malerei ganz mundrecht zugesendet, weshalbman eben den letztern ganz beliebige Preise stellen konnte.Denn die sächsische Regierung verfiel erst im siebenzehntenJahrhunderte darauf, mit Hülfe direcl verschriebener hollän-discher Farbenmüller selbst Kobalcmühlen anzulegen, unddaraus jene herrliche feuerbeständige blaue Farbe, welcheman ursprünglich „das Schneederger blaue Wunder" nannte,gleich an Orr und Stelle zu bereiten, dagegen aber dieAusführung des Kobalt-Erzes in das Ausland zu verbieten,und so die Holländer zum Einkauf der schon vorgerichtetenblauen Farbe zu zwingen, für diese aber einen, ihrem