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käme, und dort andere Arbeiter in dessen Handhabungunterrichtete. Und dennoch hatte dieser Versuch, die Wir-kerei in Venedig gangbar zu machen, damals durchauskeinen ausdauernden Erfolg; denn nach einiger Zeit wardMead's Arbeitsstuhl schadhaft; und da Niemand in Ve-nedig sich darauf verstand, ihn auszubessern, so ging derBesitzer mit Ablauf seiner Contractszeit wieder nach Londonzurück, und die Venetianer schickten kurz nachher auch denschadhaften Stuhl sammt einigen verunglückten Nach-ahmungen davon wieder in diese Hauptstadt, wo der ganzeApparat zu einem Spottpreise verkauft ward*).
Auch in Holland machten die Wirkerstühle anfangswenig Glück; denn obgleich der Englander Abraham Jonesschon zu Anfang des siebenzehnten Jahrhunderts einigedergleichen nach Amsterdam gebracht und dort in Thatigkertgesetzt hatte, ging doch dieser Erwerbszweig daselbst wiederunter, als Jones nach einiger Zeit sammt allen seinenArbeitern an einer bösartigen Seuche starb, und nun eben-falls Niemand vorhanden war, welcher die verwaist stehen-den Stühle regelmäßig hätte handhaben und in Standerhalten können. Letztere mußten daher damals von Amster-
So lautet wenigstens die englische Erzählung hierüber inder vorangeführten Bittschrift der Slrumpfwirkermeister von 1654»Der Jtaliäner Antonio Zanon dagegen erzählt die Sache in seinenBriefen Holt' »Frieoltura, «teil' Ulli, e stet coinmei'eio sVenesdig 1763» 8.) Th. II. S. 134 auf eine für die Venetianer etwasehrenvollere Weise; nur freilich läuft auch bei seinen Angaben dasletzte Resultat ebenso auf das Wieder-Abkonrmen der Strumpfwirker-stühle hinaus, welche nach Zanon'S Bericht damals über die vene-tianische Gränze hinüber nach Oesterreichisch - Gradisca gewandertsehn sollen.