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nicht durch die Engländer, sondern durch die Franzosenerfolgte*).
Wann eher dieß Letztere geschehen sey, laßt sich nichtbestimmt angeben; gewiß jedoch ist, daß die eigentlicheVerbreitung des Strumpfwirkerstuhls in Deutschland na-mentlich durch die am 22. Octbr. 1K85 erfolgende Wider-rufung des Edicts von Nantes befordert ward; denn seit-dem siedelten sich die hierdurch indirect zur Auswanderungaus ihrem Vaterlande gezwungenen, meist HugonottischenStrumpf- und Seidenwirker sehr zahlreich in Deutsch-land an, und machten ihr Gewerbe daselbst an vielenOrten einheimisch. Ein äußeres Erinnerungszeichen hieranliegt in dem Umstände, daß unsere Strumpfwirker noch jetztnicht nur viele ihrer Arbeiten, sondern auch fast alle Theileihres Stuhles mit französischen Ausdrücken bezeichnen.Auch fand die deutsche Arbeitsamkeit an der Strumpf-wirkerei so viel Behagen, daß selbst in den Gegenden vonRorddeutschland, wohin wenig oder gar keine französischenAuswanderer dieses Gewerbes kamen, wie z. B. im säch-sischen Voigtlande, doch die Beschäftigung selbst bald ge-meinüblich ward, und dann auch durch die inländische Be-triebsamkeit mancherlei Verbesserungen erfuhr.
Wenn wir übrigens finden, daß viele französische Schrift-steller, trotz der oben über William Lee's gerechten Anspruchauf die Erfindung des Strumpfwirkerstuhls beigebrachtenhistorischen Thatsachen, dennoch nicht diesen, sondern viel-mehr einen Franzosen, der nach England gegangen sey,zum wahren Urheber dieser Maschine machen wollen, sodürfen wir uns hierdurch nicht im Geringsten irre führen
*) Vergl. Beckmann, a. a. O., Th. V. S. 198 u. ff.