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geschehen, und eine stille Umschau nach der früheren deut-schen Schissfahrt Ursprung und Fortgang, uns bedeutsameWinke für unseres Wunsches Verwirklichung ertheilen!
Ueber den ersten Ursprungskeim alles Seewesens, dieängstliche Küstcnfahrt auf ausgehöhlten Baumstämmen,kamen die alten Deutschen vermöge ihrer kriegerischen Kühn-heit sehr zeitig hinweg. Denn als die Sachsen, Angelnund Jüten, von den Britten wider die in Schottland hau-senden Picten und Scoten nach England gerufen, imJahre 448 n. Ehr. an der englischen Küste landeten, daerschienen sie nicht mehr mit ihren früheren, aus Weiden-ruthcn geflochtenen und mit Thierhauten überzogenen See-kahnen, sondern mit drei großen Schiffen, damals bereitsKiele oder Keyle von ihnen genannt*). Freilich wurdedie Lust zur Seefahrerei und die bald erlangte Uebungdarin von diesen rohen, kriegerischen Stammen meistens zurSee rauber ei benutzt, und das nordische Küstenland indieser Art eben so oft von ihnen heimgesucht, als dasbrittische und fränkische; und die aus dem altnordischenSagenkreise zu uns herüberklingenden Erzählungen von denabentheuerlichen Kriegsfahrten der einheimischen See-Heldensind, genau genommen, meistens auf dergleichen Raubzügegestützt. Allein allmählig, als sowohl der wohlthätige Ein-fluß der von jenen Volksstämmen angenommenen christlichenReligion, als ihr Bekanntwerden mit andern, auf ruhige-ren Erwerb bedachten Nationen ihrem Leben und Strebenmehr Cultur und Sanftmuth gab, gewannen auch ihre
H Vergl. Fischer, a- a. O., Th. I. S. 137 u. f. undLappenberg's Gesch. von England, Bd. I-, Hamburg 1834.8., S. 48.