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I8i S, bis auf die neueste Zeit ihre mercantilische Bedeutungbehielten *).
Uebrigens darf nicht unbemerkt bleiben, daß seit fastzweihundert Jahren der weltberühmte Leipziger Buch-handel einen außerordentlich wichtigen Thett des allge-meinen dasigen Meß-Verkehrs ausmacht. Dieser Buchhandelgewann namentlich seit 168V außerordentlichen Aufschwung,und der wohlberechnete Schutz, welchen die sachsische Re-gierung diesem so einflußreichen Eultur- und Erwerbszweigevon jeher angedeihen ließ, hat sehr viel dazu beigetragen,ihn von Frankfurt a. M., wo er ehedem so sehr inder Blüthe stand, später aber durch Censur-Aengstlichkeitenund andere Mißgriffe gestört ward, größlentheils nach Leipzigzu ziehen: so daß man nur zu wünschen braucht, es mögeihm diese Berücksichtigung auch für die Zukunft unverkürzterhalten bleiben. ^
Daß dieß wirklich geschehen werde, und daß überhauptder Leipziger Meß- und Handels - Verkehr auch ferner sichin möglichst freier Haltung werde bewegen können, wirdman desto gewisser hoffen dürfen, je weniger die Furchtnahe liegt, die liberalen Principien der neuern sächsischenHandelsgesetze, wie z. B. der beiden Publicanda über dieLeipziger Handelsabgaben vom IZ. Marz 182V und vom31. Jan. 1824, jemals von der Regierung desavouirt zusehen, und je besser Sachsens desondcres Handels-Jnteressevon ihr auch seil der Theilnahme am deutschen Zoll-Verein im ^Einklang mit dem allgemeinen deutschen Wohle vertreten wird. j
*) Vergl. hierzu Große, a. a. O., Bd. I. S. 380 u. ff. und iLeonhard!, a. a. O., S. 284 — 308, welcher letztere daselbst dievorerwähnten zwanzig Leipziger Stavelstraßen sammt ihrenallmählig entstandenen Nebenzweigen genau verzeichnet hat.