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Ezechiel 27, 19. nicht unbedingt auf die künstliche Ver-wandlung des Eisens in Stahl sich deuten lassen! soist doch so viel gewiß, daß die Griechen bereits zu Homcr'sZeitalter mit der Stahl-Bereitung wohl bekannt gewesensind; obwohl es scheint, als kälten sie anfangs nur dieschneidenden Theile ihrer eisernen Werkzeuge, Waffen u. dergl.verstählt*).
Die am mittäglichen User des schwarzen Meeres woh-nende Völkerschaft der Chalybes soll nach der Angabegriechischer Schriftsteller besonders erfahren in der künst-lichen Zubereitung von Eisen und Stahl gewesen seyn,und viel Eisenbergbau gehabt haben; auch wird der grie-chische Name des Stahls, Chalybs, von eben diesem Volkeabgeleitet, weil dasselbe den Griechen gerade um dieseswichtigen Products willen am interessantesten gewesen**).
Daß übrigens die Griechen auf die Härte des inStahl verwandelten Eisens, als die am meisten in dieAugen fallende Eigenschaft dieses Materials, auch denmeisten Werth legten, kann man aus einer andern Be-nennung schließen, welche sie dem Stahl gaben. DerName Adamas nämlich, welchen späterhin der Diamant,als der kostbarste und härteste Edelstein erhielt, bezeichneteursprünglich den Stahl***).
Die Römer ihrerseits haben außer dem von denGriechen angenommenen Worte Chalybs, den Ausdruck»eres zur Bezeichnung des Stahls gebraucht; und daletzteres Wort — woraus nachher die Jtaliäner ihr aoeiazo
*) Vergl. Beckmann, Gesch. d. Erf., Bo. V. S. 8<1.
**) Beckmann, a. a. O., S. 80 u. f.
***) Beckmann, a. a. O., S- 84 u. f.