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2 (1842) (1842)
Entstehung
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einer Kreide, woraus Weinfässer und Schüsseln gemachtwurden; Virgil giebt (LenrAic. I, 179.) der Kreidedas Beiwort zähe; und die allen Lehrer der Landwirth-schaft nennen (wie z. B. Varro, l, 7, 8.) auch denMergel, wodurch sie Grund und Boden verbesserten, Kreide.

Eine andere Frage ist freilich die, wie man in altenZeiten die Briefe fest mit Thon oder thonartiger Erdehabe versiegeln können, da eine solche Masse weder aufder Leinwand, aus welcher man damals die Umschläge umdie Briefe machte, noch aus Pergament fest genug haftet;da sie überdicß sehr dick aufgetragen werden muß, umeinen kenntlichen Abdruck zuzulassen; da sie außerordentlichlangsam trocknet, und leicht durch Nässe wieder aufgelöstwird, und also auch der Transport eines blos so verschlossenenBriefes viele Bedcnklichkeiten hat. Und in so fern liegtviel Wahrscheinliches in der Vcrmuthung, daß die Siegel-erde mehr eine gyps-artige, als eigentlich thvn-artigeMasse gewesen sey, und daß man durch dieselbe, vor Auf-druck des Petschafts oder Siegelringes, zu mehrerer Be-festigung einen Faden durchgezogen habe, gleich den Schnürenan den frei hängenden alten Wachs-Siegeln der Diplome.

Doch dieß führt uns von selbst zu der zweiten hierzu erwähnenden Siegelmaterie: zu dem Wachs.

Allen vorhandenen Nachrichten zu Folge haben sichdie europäischen Nationen schon in uralter Zeit des Wachseszum Siegeln bedient. Privatpersonen wendeten dabei höchstwahrscheinlich weit früher das gelbe, als das weißeWachs an; weil erstcres nicht nur wohlfeiler und leichterherzustellen, sondern auch weniger spröde und vergänglichwar, als letzteres. Aus diesem Grunde muß man es sogarbedauern, daß man beim Besiegeln öffentlicher Urkunden