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Da diese fünf Materien hierbei so ziemlich in chrono-logischer Aufeinanderfolge genannt sind, und das allmahligeFortschreiten im Gebrauche derselben von Nr. Eins bis zuNr. Fünf wesentlichen inneren Ausammenhang hat, sowollen wir, obgleich hier vorzugsweise nur von Nr. Fünf,dem Siegellack, die Rede seyn soll, doch auch über dieübrigen, vorgenannten Siegelmaterien Einiges bemerken.
Schon in Aegypten — der alten Hauptwerkstätte allerKunst und Wissenschaft — war die in's Rechliche fallende,chonartige Masse, welche man noch jetzt, ihrem ursprüng-lichen Gebrauche zu Folge, Siege lerde nennt, nicht nuran sich, sondern auch dieser Anwendung wegen, allgemeinbekannt. Herodot erzählt sll, 38.), die ägyptischenPriester hätten an die Hörner der zum Opfer tüchtig be-fundenen Stiere ein Stück Papier gebunden, etwasSicgelcrde daran geklebt, und ihr Siegel darauf gedrückt,um das Thier als ausschließlich zum Opfer qualisicirt zubezeichnen. Eben so läßt beim Lucian ein Wahrsagerdas, was jeder von ihm erfragen will, auf einen Jeddelschreiben, diesen zusammenlegen, und beliebig mit Wachsoder Siegelerde versiegeln. Selbst die griechisch-byzantini-schen Kaiser scheinen ihre Verordnungen noch mit Siegel-erde verschlossen zu haben; denn in der Kirchengeschichtewird berichtet, daß auf der zweiten Kirchenversammlungzu Nicaa Jemand den Biloerdienst durch die Bemerkunghabe vcrtheidigen wollen, es glaube kein Mensch, daß der,welcher vom Kaiser einen Befehl erhalte, und das Siegelverehre, deshalb die Siegelerve, oder das Papier, oder dasMetall anbete.- aus welchen Schlußworten, beiläufig gesagt,hervorgeht, daß diese kaiserlichen Befehle mit dem Siegel-