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Papier haben sich noch in den Bibliotheken zu Wien undFlorenz erhalten; ganze Bücher aber, die darauf geschriebenwären, sind nicht bis auf unsere Zeit gekommen. Wasman dafür ausgegeben hat — namentlich aus den hand-schristlichen Schätzen der Bibliotheken zu Paris und Vene-dig — hat sich bei näherer Untersuchung als Baum-wollen-Papier gezeigt; also als diejenige Papiersorte,welche zunächst an die Stelle des Papyrus-Materials trat,seitdem man sich von der allzu geringen Dauerhaftigkeitdieses letzlern für wichtige Urkunden u. dergl. praktisch über-zeugt hatte.
Das Baumwollen-Papier selbst, zu dem wir unsn un zu wenden haben, wird gewöhnlich als eine arabischeErfinvung bezeichnet. Allein neuere Untersuchungen habenerwiesen, daß die Araber dieses Papier mehr als eine Fruchtihrer Eroberungen in der Bucharei um das Jahr 704von dort her in ihre Heimath brachten, und dann bei ihrenweiteren Kriegszügen tm achten Jahrhunderte aus Afrikanach Europa verpflanzten. Gleichwohl scheint dasselbe auchin der Bucharei nicht wirklich erfunden, sondern ursprüng-lich eben so, wie das Papyrus-Papier, in Aegyptenverfertigt worden zu scyn; namentlich deshalb, weil dieGriechen es fast zeitiger noch in Gebrauch genommenhaben, als die abendländischen Nationen, die es sogarvielleicht eher über Griechenland erhielten, als durchdie Araber. Was für letzteren Umstand streitet, ist dieThatsache, daß das Baumwollen-Papier im Abendlandeseit dem achten Jahrhunderte fast allgemein den Namenkorg-liveirtuin Ai-secril» erhielt; eine Benennung, wodurchzugleich sein Unterschied von dem, ohngefähr 300 Jahr vorEhr. G. zu Pergamus in Syrien erfundenen, aus Schaaf-Gesch. d. Erfind. 2.Bd. 3