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Schönheit, der auch Heine seinen Hnldigungstribnt in einem Sonetten-Eyklus abtrug ""). Die späteren Leistungen Robert's — meist literari-sche Satiren in romantischer Lustspielsform entsprachen nicht den Er-Wartungen, welche jenes Drama erregt hatte. „Freilich", scherzt Heine ^),„dem Manne der Madame Robert muss es wohl sauer werden, ein Trauer-spiel zu schreiben — der arme Glückliche! Kaum hat er wüthend dieStirn zusammengezogen zum tragischen Ernst, so wird ihm dieser freundlichfortgelächelt von der schönen Frau, und ärgerlich greift er nach ihremStrickstrumpf, statt nach Melpomenens Dolch."
Aber nicht allein literarische Fragen wurden im Rahel'schen Kreiseverhandelt, sondern auch die politischen Interessen der Zeit fanden dorteine ernste Besprechung. Varnhagen, Chamisso, Fouqus, Häring hattenselbst in den Reihen der Befreiungsarmee gegen das fremdländische Jochgekämpft; zwei unvergeßliche Freunde Rahel's, der Prinz Louis Ferdinandund der edle Alexander von der Marwitz, waren bei Saalfeld und Mont-mirail den Heldentod fürs Vaterland gestorben; und Fichte, der durch seine„Reden an die deutsche Nation" die Flamme der patriotischen Begeiste-rung so lebhaft geschürt, hatte seinen Freunden als Erbtheil ein brennendschmerzhaftes Mitgefühl für die Leiden der Menschheit hinterlassen. DieBriefe Rahel's und Varnhagen's, welche jetzt ziemlich vollständig zur Kundeder Nachwelt gelangt sind, bezeugen die warme Theilnahme Beider an denGeschicken der Heimat und an der freiheitlichen Entwicklung des öffent-lichen Lebens deutlich genug, um uns den großen Einfluß ahnen zu lassen,welchen dieser Umgang auf die Bildung und Vertiefung der politischenAnsichten Heines ausüben muffte, — ein Einfluß, welcher zudem durchzahlreiche Äußerungen seiner späteren Korrespondenz mit Varnhagen doku-mentiert wird.
Ein anderer Sammelplatz der Schöngeister Berlin's war in denJahren 1820 1824 das Haus der Dichterin Elise von Hohenhausen,geb. von Ochs, welche damals noch nicht ihrer späteren pietistischen Rich-tung huldigte, sondern eine enthusiastische Verehrerin Lord Byron's war,dessen Dichtungen sie zum Theil übersetzte, und als dessen Nachfolger inDeutschland sie zuerst den ein und zwanzigjährigen Heine proklamierte.Jeden Dienstagabend fand sich in ihrem Salon eine Schar auserlesenerGeister ein, zu denen, außer der Varnhagen'fchen Familie und deren Freun-den, noch manche andere hervorragende Zierden der Kunst und Wissenschaft