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weg«, Teilnahme au unerlaubten Verbindungen relegiert wurden. Wirwissen, dass er kein besonderer Freund des exklusiven Studententhumeswar und dasselbe in der „Harzreise" aufs köstlichste pcrfiffliert hat, aberauch ihn empörte die politische Verfolgungssucht, welche die unschuldigstenAnlässe zum Grund harter Bestrafungen inachte. „Ich will durchaus nichtdie Verbindungen auf Universitäten vertheidigen", schreibt er in den „Brie-fen aus Berlin", sie sind Reste jenes alten Korporationswesens, die ichganz aus unserer Zeit vertilgt sehen möchte. Aber ich gestehe, dass jeneVerbindungen uvthwendige Folgen sind von unfern, akademischen Wesen,oder besser Unwesen, und dass sie wahrscheinlich nicht eher unterdrücktwerden, bis das liebenswürdige und vielbeliebte oxfordische Stallfütternngs-systen, bei unser,, Studenten eingeführt ist". Besonders strenge verfuhrman gegen die Polen, deren bis zum Sommer 1822 an siebzig in Berlinstudierten. Ein großer Theil Derselben wurde ans den vagen Verdachtdemagogischer Umtriebe gegen die russische Regierung verhastet und insGefängnis geworfen; die meisten entzogen sich der Gefahr einer willkür-lichen Untersuchung durch schleunige Abreise ans Nimmerwiederkehr, undkann, ein halbes Dutzend von ihnen verblieb in der ungastlichen Residenz.Presse und Buchhandel wurden aufs lästigste durch Polizeimaßregeln chi-kaniert; die Leihbibliotheken mufften ihre Kataloge einliefern, und alle po-litisch anstößigen Schriften wurden daraus entfernt. Selbst Unterhaltnngs-blätter wie der gesinnungslos zahme „Gesellschafter" mufften fich's ge-fallen lassen, die Aufsätze ihrer Mitarbeiter durch Censnrstriche zerfetzt undverstümmelt zu sehn; manche (Zensoren hatten gar die Unverschämtheit,zu verlangen, dass die Spur ihres Rothstifts den, Publikum unsichtbargen,acht werde. Da führte denn oftmals die Roth zu erfinderischen Ein-fällen. Der Redakteur eines Blattes, das besonders häufig mit solcherTyrannei zu kämpfen hatte, ließ eine alte, abgedroschene Anekdote, die, ebenweil sie alt und abgedroschen war, längst das Imprimatur erhalten hatte,in alle die Stellen einschieben, wo die Censnr ein Loch gemacht, so dassjene Anekdote hundert,,,al wiederkehrte und den, Leser die Censnrlücken er-setzte. Was blieb a», Ende auch übrig, als ein kleinlicher Kampf gegenkleinliche Maßregeln! Selbst der Verlag auswärtiger Buchhändler wurdezuweilen in Preußen erst der Censnr unterworfen, ehe der Verkauf ihrerBücher gestattet ward, und Brockhans in Leipzig bemühte sich lange ver-geblich bei der preußischen Regierung, die Aufhebung einer solchen Maß-