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O, lasst dem Dichter seine Lorberreiscr,
Ihr Handelsherrn! behaltet euer Geld.
Ein Denkmal hat sich Goethe selbst gesetzt.
Im Windclnschmutz war er euch nah-, doch jetztTrennt euch von Goethe eine halbe Welt,
Euch, die ein Flüsslein trennt vom Sachsenhäuser.
Bei seinem Aufenthalt in Frankfurt im Fahre 1815 traf H. Heinein dem Lesekabinett einer Freimaurerloge, wohin sein Vater ihn mitge-nommen, auch zum ersten Male den Doktor Ludwig Borne, dessen scharfeTheaterkritiken zu jener Zeit großes Aufsehen erregten. Die charaktervolleErscheinung und das vornehm sichere Wesen des außerordentlichen Mannesmachten auf ihn schon bei dieser fluchtigen Begegnung einen tiefen Ein-druck, und mit Ehrfurcht betrachtete er den gefürchteten Recensenten, vordessen spitziger Feder alle Schauspieler zitterten. Nur Wenige mochten da-mals ahnen, zu welcher hervorragenden Nolle diese Feder berufen sein sollte,als sie sich später in einen Dolch verwandelte, und auf dem Felde politi-scher Kämpfe so manchem Feinde der Freiheit mit den Stilettstößen ihresschneidigen Witzes den Rest gab. —
Von Frankfurt kehrte Harry zunächst wieder in das elterliche HanSzurück, und es lässt sich denken, dass der Vater in nicht geringer Sorgeum das künftige Schicksal des „nngerathenen Zungen" war, der so wenig-Lust verrieth, steh den monotonen Beschäftigungen des Komptoirlebens zuwidmen. Mit welcherlei Plänen und Hoffnungen sich Harry damals trug,welcherlei Studien er in dieser Zeit oblag, ist völlig unbekannt. Weder erselbst noch-Andere haben uns bestimmten Ausschluss darüber ertheilt, inwelcher Art sein äußeres Leben und seine geistige Entwicklung sich währendder nächsten vier Zahre gestalteten. Wir wissen nnr, dass er 1816 oder 1817— wahrscheinlich auf Anrathen seines Oheims Salomen Heine, welcher damalsnoch Theilhaber der Finna „Heckscher & Kompagnie" war, und erst 1819ein Bankgeschäft unter eigenem Namen etablierte — nach Hamburg kam,um hier feine kaufmännische Karriere fortzusetzen. Wie das HamburgerAdressbuch uns belehrt, gründete er in dieser Stadt zu Anfang des ZahreS1818 unter der Firma „Harry Heine & Kompagnie" ein Kommissions-geschäft, das zuerst am Graskeller Nr. 139, nachmals in der KleinenBäckerstraße betrieben, aber nach kurzem Bestehen bereits im Frühling 1819liquidiert ward. Schon der Nnmuth, mit welchem H. Heine in späterenBriefen und Schriften seines damaligen ersten Aufenthaltes in Hamburg