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1 (1867)
Entstehung
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ling jener Märtyrer, die der Welt einen Gott und eine Moral gegeben,und auf allen Schlachtfeldern des Gedankens gekämpft und gelittenhaben", 's) Mögen diese Äußerungen aus verschiedenen Lebensperioden aufden ersten Blick noch so widerspruchsvoll erscheinen, so konstatieren sie dochvorläufig auf jeden Fäll den Einsluss, welchen die jüdische Abstammungdes Dichters von seiner Kindheit bis in seine letzten Tage aus seine An-schauungsweise geübt. —

Alle Mittheilungen stimmen darin überein, dass H. Heine ein ziemlichwilder, ausgelassener Knabe war, dessen Verstandeskräste sich frühzeitig ent-wickelten und ihm ein überlegenes Ansehn bei seinen Altersgenossen ver-schafften. Der Vater hatte manchmal seine liebe Noth mit dem unbän-digen Zungen, welcher bei jedem Possenstreiche, der in der Nachbarschaftverübt wurde, sicher an der Spitze stand, oder doch wenigstens einen her-vorragenden Antheil daran nahm. Die übliche Strafe, das Einsperren inden Hühnerstall, verfehlte bald ihre Wirkung; denn Harry wusste sich inseinem Gefängnis aufs beste zu amüsieren. Mit natürlichster Stimmekrähte er wie ein Hahn, und brachte durch sein Kikiriküh alles Geflügelder Nachbarhöfe in Ausruhr. Statt ein gefürchteter Schreckensort zu sein,blieb das Hühnerhauschen lange Fahre ein Lieblingsspielplatz des Knaben,und als er im Lause der Zeit drei Geschwister — Gustav, Maximilianund Charlotte — erhielt, wurden mit ihnen in diesem Versteck und dengroßen Waarenkisten des Hofes jene idyllischen Scenen harmloser Zugend-spiele aufgeführt, welche das an seine Schwester gerichtete Lied: „MeinKind, wir waren Kinder" so reizend beschreibt. Mehr, als die Einsperrungs-strafen des Vaters, war die derb zuschlagende Hand der gestrengen Muttergefürchtet, und zwar nicht bloß von den eigenen Kindern, sondern auch vonden NachbarSknaben, wenn Diese mit Zenen zugleich einen Schabernack ver-übt oder ihnen ein kleines Leid zugefügt hatten. Dem Zoseph Neunzigz. B. passierte einst das Malheur, Harry beim Spiele durch einen Stein-wurf so heftig am Kopf zu verletzen, dass das Blut ans der Wunde flossAuf das Geschrei des Knaben eilte die Mutter herbei, und der Übelthäterhatte kaum Zeit, sich in das elterliche Haus zu flüchten, als schon FrauBetty ihm nachgestürmt kam, und ihn durch die Drohung erschreckte: „Woist der böse Zunge, der meinem Harry ein Loch in den Kopf geworfenhat? Ich will's ihm eintränken!" Zoseph verkroch sich voll Angst unterdas Bett, und war froh, dass ihn Niemand dort auffand. Als er späterStrödt»!»»», H. Heine. 1. 2