Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
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329
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Göttingen, dcn 28. Zlug. 1782.

Aür Ew. Wohlgebor, freundschaftliches Beileid statte ich Den-selben den verbindlichsten Dank ab. Es war dieses allerdingseiner der empfindlichsten Schläge, die mich in meinem Lebenbetroffen haben, und die Philosophie, in deren Diensten ich zustehen die Ehre habe, hat sich selbst gefürchtet mich zu trösten,ich habe mich ohne weitere Zerstreuung meinem Schmerz ganzüberlassen, ganz gegen den Rath meiner Freunde, weil mirmeine Philosophie so viel sagte, daß auf diese Weise die Em-pfindung bald stumpf wird, so wie es ein schmerzstillendesMittel ist, den Finger an's Feuer zu halten, wenn man ihnverbrannt hat. Ich spüre die guten Folgen bereits recht gut.Die Zerstreuungen (um in dem Gleichniß fortzufahren) helfenso viel als das kalte Wasser beim verbrannten Finger; wennman ihn herauszieht, so kommt der Schmerz desto lebhafterwieder. Hingegen werde i , während ich dem Schmerz nach-hänge, ruhig, so bin ich auch gewiß geheilt. Das Peinigendeist bereits vergangen, allein eine nicht ganz unangenehmemelancholische Empfindung bei der Erinnerung an die vorige»Zeiten wird mich vielleicht nie verlassen Künftig mehr.

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Göttingcn, dcn 11. Ort. 1782.

^ch habe die fatale Gewohnheit Briefe, von denen ich weiß,daß sie nicht groß werden können, immer auf die letzte Stundeaufzuschieben, und verschiebt dann irgend Jemand in der Stadt