Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
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ten. Aber lieber Freund, wie soll ich Ihnen für die gött-liche Arbeit danken? Wer es sieht erstaunt darüber, und ich binwahrlich stolz darauf, daß ich Sie dazu vermocht habe, alleinfreilich, mein Gesicht würde ich mich einer solchen Zumuthungwegen schämen je vor Ihnen wieder zu zeigen, wenn ich nichtwüßte, daß einem Geist, wie dem Ihrigen, den der Himmelzur Erweiterung dieser Wissenschaft hat werden lassen, einesolche Arbeit ein Vergnügen ist. Wenn Ihnen der HimmelIhre Mühe nicht so vergilt, so möchte die Zahlung lange aus-bleiben, denn ich Wicht kann es nicht.

Mit umgehender Post haben Sie die Güte mir Ihre Aus-lagen dabei zu melden, und die dankbare Erstattung soll so-gleich mit der nächsten erfolgen. Wenn ich hier einen geschick-ten Künstler finden kann, so will ich doch am Ende alle dieTheile, die hier aus Wachs sind, in Lindenholz schneiden las-sen. Gesetzt auch, sie gerathen nicht ganz genau, so thut daswenig, da die anderen unschätzbaren Modelle dabeiliegen. Mei-nen Sie nicht auch? und alsdann werde ich einen Glaskasten überdas Ganze machen lassen, und so in dem Cabinet aufstellen.

Blumenbach ist außer sich über die Arbeit und dankt Ih-nen durch mich für das herrliche Geschenk. Er ging einigeTage nach dem Empfang des Embryo nach Gotha, und Siewerden ihn also erst nach seiner Zurückkauft wieder erhaltenkönnen. Mir fielen bei dem Embryo die groß gewordenenAmeisen Alexander und Cäsar und Newton ein. Wären diesein ein solches Schnapsgläschen gekommen, wo wäre unsere je-tzige Ilisloris universalis etc., ja wo möchten wir sein? Esist doch eine drollige Idee, sich zu denken, daß es eine Zeitwar, da man einem den Alexander auf einem Butterbrot hättekönnen beibringen, ohne daß man es gemerkt hätte, wenn er