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Von meiner neuesten Ausgabe von Erxlebens Physik sindschon wieder 8 Bogen abgedruckt, diese wird sehr viel besserwerden. Können Sie glauben, daß eine ganze starke Auflagevon diesem Buch in 1^ Jahren so abgegangen ist, daß kaum^/z meiner Herrn Zuhörer, deren Heuer 114 sind, das Buchhat bekommen können? Jetzt aber bin ich in den Bogen schonviel weiter, als ich in dem Vortrage bin.
Mit dem Diebstahle in unserm Hause hat es wohl, trotzallem was die Berläumdung sagt, seine Richtigkeit. Die Kerlshatten schon einige Tage vorher angesetzt, wie sich nach derHand sehr rechtschaffene Leute erinnert haben. Auch der Zu-stand des Leibes und der Seele, in welchem die Beraubten an-getroffen wurden, läßt sich durch keine Kunst erhalten. Ich binsehr zu zweifeln geneigt, allein an der Wahrheit dieser Räube-rei zweifle ich nicht. Sollte es kunstig erwiesen werden, daßich mich irre, so will ich nie in meinem Leben wieder überBorfälle urtheilen.
Daß drei englische Prinzen hieher kommen, um zu studiren,wissen Sie doch schon? Sie kommen in unser Haus. Diebeiden ältesten, Ernst und August, in das, worin ich wohne,und in Zimmer, die ich ehemals bewohnt habe; der jüngste,Adolph, und die Hofmeisterei füllt, nebst dem Gesinde, undwas Courzimmer angeht, das ganze ehemalige Büttnerische,das wirklich prinzlich zurecht gemacht ist, von außen und voninnen.
Die Prinzen werden ganz wie Grafen gehalten und be-kommen fürs Erste keine Reitpferde. Sie besuchen Assemblernund Picknicks, gehen, sobald sie deutsch verstehen, in alle> Collegia, werden also vermuthlich auch bei Dero gehorsamstenDiener Physik hören.