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Ihren Brief von Cassel erhielt ich schändlicher Weise zwi-schen 4 und 3, da ich las, und als ich mich im HeynisckenHanse nach dem Boten erkundigen ließ, hieß es, er sei diesenMorgen schon wieder weg, ich habe also den Brief wenigstensum 9 Stunden später erhalten, als ich ihn hätte erhalten sol-len. Das war eins.
Zweitens, als ich bald nach Ihrer Abreise das Geld sürden Koffer nach der Post sandte, erhielt ich es wieder zurückmit der Nachricht, das Porto werde in Cassel bezahlt. DieHundsvöiter thatcn also jetzt Etwas ohne Erlaubniß, was sieTags vorher nicht auf freundschaftliches Bitten thun wollten.Ich bin also mit einem Thaler 6 Pf. Kassen münze in Ih-rer Schuld, oder mit einem Ggr. weniger, da ich für den bei-kommenden Brief 1 Ggr. ausgelegt habe. Sie haben also zubefehlen, was Sie dafür haben wollen, und wie Sie es habenwollen. Sie verlangten auch 3 Exemplare von Bodens Uranus,wenn Sie sich erinnern. Nehmen Sie Ihr Verlangen ja nichtzurück, Sie verdienen einen Gotteslohn.
Fischer wird zum Erstaunen poussirt, er hat nun auch so-gar das llllniourn bekommen. Er verwendet viel auf Corre-spondenz. Bor einigen Tagen zeigte er mir ein nettes Instru-ment, den Vorfall der Mutterscheide zu hindern, es war ausFederharz mit einem goldenen Boden, ganz vortrefflich gearbei-tet. Auch meldet man ihm von Paris, daß man dort eineEselin von einem Bullen habe belegen lassen, und daß sich dieEselin schwanger befinde. Vielleicht war der Bulle der Ehemann,aber der Lioisboo ein Esel. Zu Hildesheim will ein gewisserHr. Henke, ein Organist, das untrügliche Mittel gesunden ha-ben, Knaben und Mädchen zu zeugen, wie man will. Er hatein Avertissement drucken lassen, worauf er sich auf den Hildes-VIII. 19