Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
224
Einzelbild herunterladen
 

224

den ist, brachen die Diebe in London in der ersten Nacht nach,seiner Zurückkunst in sein Haus und nahmen ihm viele Sachenweg, waren aber so gütig und warfen ihm die Bücher undManuskripte in einen Winkel nicht weit von seinem Hause wie-der hin. Allein das sind wirkliche Wilde. Ew. Wohlgeborenhaben vielleicht nicht geglaubt, daß es noch Wilde in Englandgäbe, ich scherze hier nicht, sondern ich meine Leute, die inden Feldern, gemeiniglich bei den Ziegelhütten um London, ge-boren werden, viele werden nicht getauft, und noch wenigerbeschnitten. Sie wachsen auf ohne lesen und schreiben zu ler-nen und ohne nur das Wort Religion oder Glauben zu hören,selbst das Wort: Gott nicht anders als in der Phrase: Emstckainm it. Sie nähren sich durch allerlei Arbeiten beim Zie-gelbrennen, Helsen den Miethskutschern rc. bis die Wollust in ih-nen aufwacht; alsdann stehlen sie und werden gemeiniglichzwischen 18 und 26 Jahren gehenkt. Ein kurzes und vergnüg-tes Leben wäre das beste, das sind ihre Grundsätze, die sie sichnicht scheuen vor Gericht zu äußern.

Hr. Forsters Reise wird erst in einem Jahre herauskom-men; er wird sie selbst englisch und deutsch herausgeben. EinMatrose von seinem Schiff läßt indeß schon eine drucken, dieauch schon in London ins Deutsche übersetzt wird; voller Un-richtigkeiten und vorsätzlicher Lügen. Hr. Forster, der den Dru-cker kennt, hat indessen aus Mitleiden Manches verbessert undbesser buchstabirt. Die Reise hat drei Jahre und 14 Tage ge-dauert. Sie haben Gefahr, aber nicht sonderlich große aus-gestanden. Hr. Forster spricht von einer Reise, so wie etwaAnson's zwischen den Tropicis, so wie ich von einer nach Hol-land, er sagt: das wäre Nichts, aber das verdammteEisnach dem Südpol zu, das hat den Teufe lim