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2 (1867)
Entstehung
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dargestellt-, es war noch Raum genug in die Ferne zu treten;dieses that einen unglaublichen Effect. Der seel. Meister, dergewiß ein Kenner von Malereien war, war außer sich über dieWirkung. Nach welcher Vorschrift haben Sie Ihre Laternezusammengesetzt?

Gestern wollte unser Hofrath Richter Nachricht haben, daßFriede wäre. Ich glaube es aber nicht. Man ist ganz ver-wöhnt und glaubt nur das Schreckliche. Als ich die Nachrichtlas, daß der Kaiser nach Ungarn geflüchtet sei, war gerade einUngar bei mir, der sagte, da wird er übel ankommen. Es istweit gediehen in der Welt. Der Sturz von Robespierre machtdoch die übrige Versammlung etwas honorable, und man könntewohl diesen Wechsel einmal nützen zu sondiren, ob ein Friedezu erhalten stehe. Die allürten Mächte und der Consent sinddoch nun wenigstens dadurch einander näher gebracht, daß siebeide denselben Dritten für den infamsten Schurken hal-ten, den die Welt noch gesehen hat.

Die Ruhr ist noch immer stark hier; vor einigen Tagenist auch Kulenkamp daran verstorben. Mein Trost ist, daß mei-stens nur gemeine Leute und zumal darunter Kinder sterben; Leute,die sich theils nicht schonen können, theils nicht Wellen, undzumal sich mit Hausmitteln verderben. Selbst Kulenkampenhat man in einer Weste ohne Ärmel noch spät in seinem Gar-ten gesehen, und oft saß er und las auf der Diele bei offenerHausthllre, weil es da kühl war. Die frühgebrauchtcn Brech-mittel thun Wunder. Vor 3 Tagen wurde ein fremdes jungesFrauenzimmer in unserm Hause mit starkem Kneipen und Di-arrhoe befallen, es wäre gewiß die Ruhr geworden. Man gabein Brechmittel, und Alles verlor sich so schnell, als es gekom-men war.