Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
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viel zu delicat in Rücksicht auf Briefstellern, um nicht Ge-brauch davon zur Entschuldigung mancher Sprünge in meinemgegenwärtigen Briefe zu machen. In der Nacht vom 4tenauf den Lten August, wurde ich um halb 1 Uhr durch das Ge-schrei von Feuer! erweckt. Als ich die Augen aufthat, war meineSchlafkammer so helle, als wenn die Sonne schiene, und eheich noch die Ärmel meines Schlafrocks finden konnte, stieg dieFarbe ins Rosenrothe. Es war gerade mir gegenüber. Ichfaßte mich aber gleich, lief nach meinem bißchen Geld, und sahalsdann erst nach, da fand ich denn den Giebel eines Hausesin vollen Flammen und ich spürte die Wärme, indessen warwenig Wind, und das Wenige, das war, war mir günstig,ich verbot also alles Retten von meinen Sachen, und es liefglücklich ab; eine Sprütze mit einem Windkessel wirkte so vor-trefflich , daß ich unter Freudenthränen gelacht habe. Es wareine seltsame Empfindung. Ich habe bei dieser Gelegen-heit eine Bemerkung bestätigt gesunden, die ich schon ehemalsgemacht habe. Feuersgefahr und vielleicht oder vermuthlich jedeGefahr ist in der Vorstellung fürchterlicher, als in rs, mandenkt gemeiniglich an solche Dinge bei übler Disposition desKörpers und der Seele. Ist die Gefahr wirklich da, so ver-liert sich das Grübeln und Verzärtelung und Muße, und manwird ein thätiger Mensch, der bloß res facti aufs Korn nimmt,ich war vorsichtig und aufmerksam, und höchst gelassen undauf alle Fälle gefaßt. Ungemein hat es mich gefreut, daßdie Prinzenhofmeister v. Malortie, v. Linstngen und Tatter zumir kamen, und bis ans Ende blieben. Den folgenden Mor-gen ließen Prinzen und Hofmeister nach meinem Befinden fra-gen und als den Abend darauf die Prinzen vorbei gingen undich am Fenster lag, kamen sie unter dasselbe gelaufen und spra--