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Seite 57V von diesem Jahre gelesen, daß Hr. John Rambergdie silberne Medaille bei der Akademie der Künste erhalte» hat.Das ist doch gewiß der kleine Raphael? —
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Güttingen, den 28. Februar 1785.
^st es nicht ein entsetzlicher Vorfall mit unserm liebenScharnhagen? Dieterich, der einen Brief von Mab. R. erhaltenhatte, kam weinend zn mir herauf und fragte mich, ob ich esschon wüßte, ich erschrack außerordentlich und sagte: also istMadame Scharnhagen doch noch gestorben? Nein, sagte er, Erist todt, nicht sie. Ich dachte fürwahr, ich würde zu Boden fal-len auf die Nachricht. Den ganzen Sonnabend lag es mir inden Beinen wie Bleigewichte, welches mir aber doch nun ohneweitere Folgen vergangen ist. Madame B., ob es ihr gleichauf die beste Weise beigebracht worden, soll eine Ohnmacht überdie andere bekommen haben. Ich habe sie noch nicht sehenmögen, es würde nur bei ihr und bei mir die Sache verschlim-mern.
Nun, liebster Freund, will ich Sie gehorsamst bitten, wennSie sich ein halbes Stündchen abmüssigen können, schreiben Siemir doch den Verlauf seiner Krankheit, was es eigentlich war,wie sie entstanden und warum es plötzlich so schlimm ge-worden ist; auch den Tag und die Stunde da er gestorben. Sieverdienen einen Gotteslohn, wenn Sie es thun; und dannhabe ich noch eine Bitte: Sie wissen, was für eine Correspon-denz ich und der Seelige geführt haben. Ich habe mich zwarsehr in Acht genommen, indessen haben mich selbst seine Fragenöfters zu Freiheiten verleitet, die ich nicht gern bekannt wünschte.