Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
131
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käme, allein die Erfahrung hat gelehrt, daß es gar nicht ein-mal mit der blitzmäßigen Geschwindigkeit geschieht, die mansich gemeiniglich dabei denkt. Wenn man eine Pulverschlangein freier Luft ansteckt, so läuft das Feuer in einer Secundenur durch ki Fuß Länge. In einer Flinte geschieht dieses ver-muthlich, wegen der eoncenrrirten Hitze etwas geschwinder,aber gewiß noch immer allmälig genug, um Folgendes anneh-men zu können.

Wäre eine Flinte, die stark genug gedacht werden muß,um nicht zu zerspringen, ganz mit Pulver angefüllt, und obenan der Mündung würde die Kugel hineingelegt, nicht tiefer alsgrade nur bei der horizontalen Lage des Gewehrs nicht heraus-zufallen, was würde der Erfolg sein, wenn man losdrückte?Die Kugel würde vor dem Gewehre niederfallen. Denn sobaldnur ein paar Körnchen entzündet wären, so würden diese dieganze Masse Pulver vor sich her treiben und ehe sich eine hin-längliche Quantität die Kugel stark fortzustoßen entzündet habenkönnte, so wäre sie schon außer aller Verbindung mit der Flinteauf der Erde. Läge die Kugel einen Zoll tief im Flintenlauseso würde jene Trennung von der Flinte und die Wirkung desPulvers etwas später erfolgen, das ist, die Kugel würde schoneine gute Strecke fortfliegen, also hierin liegt meines Erachlensder ganze Nutzen des Flintenlaufs: die Kugel bis zu gänz-licherAuflösung des Pulvers noch mit ihm inBer-bindung zu erhalten. Je kürzer also bei übrigens glei-cher Ladung der Lauf ist, desto geringer ist die Geschwindigkeitder Kugel. Die Versuche des Ritter d' Arcy, der Flinlenläufevon 3^/2 Zollen bis zu 6 Fußen gebraucht hat, haben dieses be-stätigt, sie schössen immer weiter, je länger der Lauf genommenwurde. Endlich würde sich freilich nicht allein ein Stillstand,

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