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als Sie, leicht das dem Werk zuschreiben, wozu es doch öf-ters bloß die Veranlassung war. Bei einer Abhandlung, wiedie meinige, in welche durch Nachlässigkeit und Eile eine Mengeunbestimmter Sätze eingeschlichen sind, und worin manche, diees nicht waren, durch nöthiges Abschneiden der vorbereitendendunkel geworden sind, da können Sie, die über diese Materieso oft gedacht haben, gewiß leicht mir den Credit aus Freund-schaft geben, den Sie mir versagt haben würden, wenn ich michrecht erklärt hätte. Da aber doch dieses nicht erwiesen ist, sosoll mich die Hoffnung, mit Ihnen die Wahrheit getroffen zu ha-ben, nicht wenig beleben, wenn ich auf das kecke alte Ge-schwätz in Neuen Worten zu repliciren genöthigt werde. Ichwerde aber nicht bloß antworten, sondern wenigstens ein hal-bes Dutzend bisher unberührter absurder Sätze des Hrn. Lava-ter in ihr gehöriges Licht setzen, und Mich unter der Hand et-was ätzender Mittel bedienen, so daß es vielleicht am Endedie Herren gereuen könnte, eine wohlgemeinte Kalenderabband-lung nicht ungerügt mit dem Kalender selbst nach den Fastenoder längstens bei der Erscheinung des neuen sterben gelassenzu haben.
Ob ich gleich keine Gemälde sonst sammle und sammelnkann, so habe ich mir doch in diesen Tagen einen Kops vonRembrandt durch einen Casselschen Maler copiren lassen, weil ermir sehr gefallen hat. Ich habe für die Copie 111 Thaler be-zahlt, und mich dünkt, sie ist es Werth.
Ich werde Ihnen ehestens wieder schreiben, wenn Sie esmir erlauben, der Brief wird so beschassen sein, daß Sie mitder Antwort machen können, was Sie wollen.
Empfehlen Sie mich Ihrem ganzen werthcstcn Hause undhauptsächlich meinem jungen Freunde Raphael.