Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
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Beobachtung genommen und so herrlich für sein Thema benutzthat: ein Beispiel, das unfern neuern Dichtern gar sehr zuempfehlen wäre. Wenn ich sage, daß die Erscheinung elektrischgewesen wäre, so meine ich nicht, daß es die bekannten Bü-schel gewesen seien, die man in der Nacht bei nahem Donner-welter an den Spitzen der Thürme, an Piken, Hüten der Rei-senden, an den Ohren der Pferde u. s. w. bemerkt, auf dieseBüschel paßt die Beschreibung zu wenig. Sie werden auch niein Häusern oder nahe dabei an Gegenständen bemerkt, sondernes ist eine nothwendige Bedingung dabei, daß die Gegenstände,wo nicht ganz frei stehen, doch wenigstens in einer beträchtli-chen Nachbarschaft die höchsten sind. Nein! es war eine an-dere ziemlich gemeine Erscheinung, die aber leider bis dieseStunde noch nicht erklärt ist. Nämlich man bemerkt oft, daßselbst bei herannahenden Gewittern sich plötzlich Flammen zeigen,die sich ganz unschuldig fortbewegen, an allerlei Gegenständen,obne zu zünden, hinlaufen, auf einmal aber mit einem hefti-gen Knall zerspringen, da man denn sagt, der Blitz habe ein-geschlagen. Eine solche Flamme sah Hr. Kratzenstein am Uferder Newa, als unmittelbar darauf Richmann erschlagen wurde.Ich erinnere mich eine Beobachtung in den schwedischen Ab-handlungen gelesen zu haben, da sich eine solche Flamme ineiner Küche zeigte, einer Frau zwischen die Füße fiel, ohne ihrzu schaden. Die Flamme lief aus der Küche in die Stube ohneden nahen Spinnrocken zu verletzen, lief nachher an der Scheuerin die Höhe, so wie sie aber die Spitze derselben erreichte, zer-sprang sie mit großem Knall und zündete die Scheuer an. Hierwurde sie erst zum schießenden Wetterstrahl, das mag wohl hierdie stell» lacem rlucvns gewesen sein. Der sukilus lragorund das sulfure lumaut, geben so Etwas gewiß zu erkennen.