dm mir in der Tbat ein? sehr große Frenke machen, wenn Siemir Etwas davon nach Leipzig, wohin ich den 6ten Mai abgehe,und bis den 2?sten bleibe, senden wollten.
Außerdem daß diese Beobachtungen an sich für mich lehr-reich sein werden, bin ich äußerst neugierig auf den Augen-punct, aus welchem ein Mann vonJhren vortrefflichen Einsichtendie Art, Wie man Beobachtungen machen muß, ansieht. Dieshoffe ich aus den Beobachtungen selbst am sichersten zu ersehen.
Die Abhandlung von Hrn. Moses, die in einem der letztenStücke des Museums stehet, ist nichts weniger als Wider Siegeschrieben, obwohl der Thor, der einen Borbericht dazugemacht hat, einen solchen Wink gibt. Diese Abhandlung ent-stand schon vor anderthalb Jahren, ehe der Dieterichsche Kalenderberauskam, bei Gelegenheit meiner Unterredungen mit Hrn.Moses über diese Materie. Er berichtigte nach seiner gewöhnli-chen präcisen Art meine Zweifel über Lavaters Geschwätz vonder Schönheit. Ich glaube übrigens, es sei diese Abhandlunggar nicht wider Sie, sondern widerlege vielmehr Lavaters Ge-danken über die Schönheit, pbysiognomisch betrachtet, aufs com-pleteüe; dann wenn man Moses Sätze in ihrer Präctsion an-nimmt, so sieht man, daß Lavater hierin wirklich radotirt hat.Ich habe übrigens in meiner obengedachten Recension pag. 336und 400, aus dem ersten Entwurf von Hrn Moses Abhand-lung einige Stellen angeführt.
Ihr Schattenbild ist mir, als einem Phyflognomiüen, undals Ihrem Freunde ein doppelt schätzbares Geschenk. Ich dankeJbnen dafür von ganzem Herzen, empfehle mich Ihrer ferner«Freundschaft, und bin ewig Ihr
ganz eigenerNicolai.