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Jedem, der unserer Literatur wohlwünscht, eine höchst aufmun-ternde Erscheinung in diesen betrübten Zeiten sein muß. Überdie kalte Anzeige desselben in unsern hiesigen Blättern werdenSie sich nicht wundern, da Ihnen die Einrichtung dieser klei-nen Republik und die Gesinnungen von Burgermeister undRath hinlänglich bekannt sind. Das Buch hat den größtenBeifall unter denen hier erhalten, an deren Beifall Ihnen et-was gelegen sein kann und die den Menschen auch etwas mehrkennen als par ronommöo wie der Neccnsent.
Mit der Necension des Timorus in Ihrer Bibliothek binich völlig zufrieden, ja ich würde zufrieden gewesen sein, auchwenn sie lange das aufmunternde Lob nicht enthielte, das sieenthält. Die Bemerkung am Schluß derselben hat mir vorzüg-lich gefallen und diente einem Verfasser, der Manches, was erin dem Buche gesagt, bitter bereut hat, zu keiner geringenBeruhigung.
Meine Schrift, von welcher Ihnen Dieterich gesagt hat, isteigentlich ein Versuch einen Vorschlag auszuführen, den Siemir einmal vor ein paar Jahren thaten, meine Satyre ge-gen die verderbliche Geniesucht unserer Zeit zuwenden. Sie liegt schon lange in einzelnen Blättern fertig,es muß aber Manches besser verbunden und mehr zusammenge-drängt werden. Zeit hätte ich wohl zuweilen dazu, auch binich öfters aufgelegt, allein daß ich Zeit haben sollte, wenn ichaufgelegt bin, diese glückliche Conjunction ereignet sich seltenbei mir.
Auch ist dieses die Ursache, warum ich bis jetzt noch keinsvon den mir aufgetragenen Büchern habe recensiren können.Ein paar will ich indessen gegen die Messe fertig machen. Ichkann nicht sagen, daß ich ein Freund vom Recensiren bin, und