ek
Naphael's und Eoreggio's behangen. — Im dritten bekletterteich den Besuv, ging auf den pontinischen Sümpfen spazieren,die neulich abgebrannt sind, sah den Styr und die Hundshöhleund wandelte in Alleen von blühenden Aloe- und Apfelsinen-bäumen — und auf einmal, als wenn der Blitz einschlüge, warNichts da für den ganzen Winter, als Göttingischcr Schnee,Schlittengeläute und magere Hyazinthenzwiebeln an meinemFenster. Ich will wetten, wenn man so was aus dem Opern-theater vorstellen wollte, es ginge Alles in Granatenbissen.Gottlob aber, daß ich doch jetzt merke, daß Nichts entzwei ist.Allein, mein Freund, die Reise ist auch nur aufgeschoben;künftigen September reise ich, wenn ich Gesellschaft bekomme,woran kein Zweifel ist, ganz gewiß'). Es ist schon lange, nachreiflicher Überlegung, bei mir ein Grundsatz gewesen, keinMensch, der es kann, soll Italien ungesehen lassen. Die Reiseist Leib- und Seelenstärke. Es war Ihnen für mich bangewegen des Winters. Nein, lieber Mann, Italien muß manim Winter sehen. Einmal schwänzt man einen ganzen Winter,welches für unser einen wahrlich keine Kleinigkeit ist, man gehtdann unter Blüthen spazieren, während gewisse Leute zu Itze-hoe, die ich nicht nennen will, die schönen Eiszapfen an ihremBart bewundern; und dann ist wirklich für uns Italien imSommer zu heiß, und wenn man sich nicht in manchen unin-teressanten Gegenden Monate lang aufhalten will und kann,sehr ungesund. Zwischen Rom und Neapel stehen schon die Po-meranzen- und Apfelsinenbäume an den Heerstraßen, und da,dünkt mich, läßt sich das Lied: »Ein Kind, geboren zu Beth-lehem, Bethlehem" ohne Pelz und Fcuerstübchen anstimmen.
') Die Reise ist nie zur Ausführung gekommen.
Uli-