Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
64
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Entzücken unseres Sommerumgangs, ich rede von Ihnen und

träume von Ihnen, allein wenn ich schreiben will was

das für eine Impotenz dann ist, das kann ich Ihnen nicht be-schreiben. Eigentlich ist es Vorgefühl von Unmöglichkeit, Allesso darzustellen, wie es wirklich sein müßte, um mich gänzlichunschuldig zu finden. Wir wollen also ein paar Bogen ausdem Schuldbuch herausreißen, so bekomme ich Muth künftigfortzufahren, oder eigentlich anzufangen.

Was macht denn meine liebe Frau Gevatterin und derkleine Pathe? Sagen Sie ihm doch ja Nichts von mir, bisich mich gebessert habe; dann aber auch desto mehr. Ich hoffe,der Himmel soll mir noch Zeit geben, Alles gut zu machen.Empfehlen Sie mich ihnen beiden herzlich und verschweigen Sienur das Böse. Meinen theuern Hr. Mitgevattern empfehlenSie mich, so gut fich ein bereuender Sünder empfehlen läßt.

Am Neuenjahrstage, der aber eben so schlecht ist, als derZtste Decbr. vom gestrigen Jahre. Ich weiß nicht, ich befindemich nicht, wie ich mich befinden sollte, und weiß doch nichtrecht, wo der Fehler liegt. Es muß bald anders werden! Le-ben Sie recht wohl, mein lieber Freund, und verzeihen Siemir, es möchte Sie sonst gereuen, mir diese Zeit versauert zuhaben; es ist mir zuweilen, als ob ich den Januar nicht durch-lebte, und meine besten und hellsten Augenblicke sind die, daich Kraft habe zu denken, daß es Einbildung sein könnte, al-lein überzeugen kann ich mich nicht.

Ich bin ganz

Ihr

aufrichtiger Freund zc.

Für beikommendes Buch danke ich gehorsamst. Es ist sehrgut und ich habe es mit dem größten Vergnügen gelesen.