Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
61
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meine Schuld. Ich wartete immer, weil ich wußte, daßwir Dich bald wieder näher haben würden. Wenn Du mirschreibst, so grüße den guten Mann recht freundlich. Du kannstnicht glauben, was er an mir und den Meinigen thut. Alsonun weiter, Herr Gevatter, und zwar zu einigen Bitten.

Ich bitte also inständigst, schreibe mir, so oft es Deine Zeiterlaubt, geradezu, unfrankirt, Alles was dort öffentlich be-kannt wird und mich interessirt, bloß damit ich früh erfahre,was ich ohnehin, ohne Dick, erfahren würde. Allein allesnicht Polirische, aber sonst Interessante wünschte ich beson-ders sehr von Dir zu erfahren. ZZxemxli gratis eine genaueSchilderung des Äußern von dem großen Buonaparte, Leibes-länge, Physiognomie, Augen, und gut avenirte Anecdoten vonihm, so wie auch von Berthier, von dessen Kopf ich sehr vielGutes gehört habe. Ferner, sollte unter den bekannten Kupfer-stichen von Buonaparte ihm einer vorzüglich gleichen, oder ihmsehr gleichende Miniatürgemälde oder Handzeichnungendort zu haben sein, so bitte ich inständigst sie für mich zu kau-fen. Ich würde 2 bis 3 Louisd'or nicht ansehen, und die Aus-lage dafür mit umgehender Post Dir oder Deiner Frau Liebstensogleich erstatten. Kurz ich erwarte von Dir Alles, was einMann in Deiner Lage und von Deinem Ehrgefühl schreibenkann und darf, und das Alles ohne Einleitung gerade weg;heute drei Zeilen und morgen drei. Hörst Du, mein Lieber, wasich sage? Ich werde Alles an meinen Bruder schicken, so daßDu gar nicht nöthig hast, an ihn zu schreiben.

Nun wahrlich ich muß schließen, wenn der Brief noch heutefort soll. Adieu, lieber Vetter und Gevatter.