Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
37
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der Umstände für Sorgen und kummervolle Nächte gemacht bat,kann ich nicht mit Worten ausdrücken, und an meinem kürzlichübleren Befinden ist diese Affaire allein Schuld. Mich jam-mert hierbei nur der arme Andres'). Ich werde gewiß un-ablässig darauf bedacht sein, ihn irgendwo anzubringen, nur ihnsogleich hierher kommen zu lassen, geht schlechterdings nicht, ichhabe einen vortrefflichen Bedienten, der mir in vieler Rücksicht,zumal bei meinen Collegiis unentbehrlich und mir so sebr erge-ben ist, daß er, glaube ick, jeden andern Bedientendienst, wozuich ihm verhülfe, für eine Strafe ansehen würde; und ich könnteden Andres nicht einmal logiren, ob ich gleich toll Reichsthlr.Hauszins bezahle. Da er zu einem Purschenbedienten auch viel-leicht zu alt sein möchte, so wäre die einzige Art, ibn vielleichteinmal als Aufwärter anzubringen. Du wirst mich sehr verbin-den, wenn Du mir schreibst, ob Du ihn dazu fähig hältst, esgehört dazu nichts als Thätigkeit im Laufen, frühes Aufstehen rc.Aller Dienst besteht übrigens in lauter Verrichtungen, guao natura

') Andrei war der treue Bediente dei Geh, Tribunalraths,An ihn ist nachstehender Brief des Verfassers gerichtet:

Mein lieber Andres!

Es hat mich sehr gefreut, daß Du Dich Deines Musje Schorschnoch erinnert hast. Ich schicke Dir hier ein kleines Andenken. Behaltees immer in Deiner Tasche und sei deinem Herrn so gelreu, als esDir sein wird, wenn Du es gut hältst. Ziehe die Uhr alle Morgenbeim Aufstehen auf, das ist besser als beim Schlafengehen, weil manam Tage leichter merkt, wenn man gefehlt hat, und erinnere Dich mei-ner jederzeit dabei. Ich werde Dich nicht vergessen, wenn Du ordent-lich lebst und Dich aufführst, wie es einem rechtschaffenem Menschen zu-kommt, Verlaß Dich auf mein Wort, Lebe recht wohl, mein lieberAndres.

Göttingcn, den Wsten Octob. 1787.

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