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lassen. — Sicherstellung des Glaubens an das Göttlicheim Menschen, so abhängig es auch von gebrechlichen Umge-bungen des Irdischen geworden scyn möge, beabsichtigtFriedrich Heinrich Jacobi f geb. 174^ in seinem„Waldemar" (1779; umgearb.iygä), welchen Fr. Schle-gel in den „Charakteristiken" (V.r. S. 1 fll.) mit muster-hafter Umsicht und Strenge gewürdigt hat, und in „Alwill'sBriefsammlung" (»78»; 1792) ; beide Romane sind reichan feinsinnigen Wahrnehmungen über das innere Leben undclassisch durch Gedankenfülle und durch den mit tiefer Ein-sicht bestimmten und belebten Ausdruck; aber als Kunst-werke können sie neben Göthe's Werrher nicht bestehen;es herrschet in ihnen eine in sich selbst zwiespaltige klügelndeMetaphysik der geheimen Vorgänge im menschlichen Herzen,eine für den ersten Eindruck räthselhaft abkältende vor-nehmige Eigenthümlichkeit der Ansicht, welche bey genauererZergliederung nichts gewinnen kann, viel Naturwidrigesin Charakteren und Verhältnissen. Weder Kling er'snoch Jacobi's Darstellungen, so höchst verschiedenartigsie sind, können als taugliche Bildnngsmittel für unbefan-gene jugendliche Gemüthcr gelten, wenn nicht äusserstschwierige Sichcrhcitsmaasrcgeln ergriffen werden, um ihresittliche Wirkung unschädlich werden zu lassen. — TheodorGottlieb von Hippel aus Gerdauen in Ostpreusscnl geb. 1741z st. d. 2Z Apr. 1796z behauptet als philosophi-scher .Humorist eine vorzügliche Stelle unter unseren Schrift-stellern. In ihm vereinte sich der Besitz geschliffenen Welt-tones und eines Schatzes gesellschaftlicher Erfahrungen mitseltenem Kennerblicke, der in das Innere des menschlichenTreibens und Strcbens eindringt, mit wissenschaftlicherDcnkkraft und vornrtheilloser Einsicht, bey fast schwär-merisch religiösem Ueberglauben. Seine Laune hat uner-