267
3 Th.) hat zur Verbreitung einer für Geist und Gemüthfruchtbaren Lebensweisheit wohlthatig mitgewirkt; „LorenzStark" (>7g5) ist eine psychologisch treue, lebendig anschau-liche Charakterzeichnung; die „Ideen zu einer Mimik"(B. 1786) geben über Ausdruck der Leidenschaften in Gc-behrdcn, nach vielseitigen Erfahrungen und gründlichenBeobachtungen, reichhaltige Winke; der „Fürstenspiegel"(B. 1796) ziehet durch edele, kräftige Belehrungen an. AlsRedner zeichnet sich Engel durch Einheit und Gehalt derAnsicht und einfache Würde der Darstellung aus. Unterbettüberhaupt misrathenen dramatischen Arbeiten hat nur „derEdelknabe" (1774) einiges, nicht ganz unverdientes Glückgemacht. Die Sammlung seiner „Schriften" (Berlin1L01 fll. 12 B.) ist von ihm selbst begonnen und nach denvon ihm vorgeschriebenen Grundsätzen fortgeführt wor-den. — Noch reiferen inneren Gehalt, wenn auch imäusseren Styl oft weniger künstlerische Vollendung habendie Schriften, mit welchen Johann Georg Adam Forst eraus Nasscnhubcn bey Danzig sgeb. 57-54; st. zu Paris d. 11Jan. 1794 k das Fortschreiten unserer Litteratur unleugbargefördert hat; es ist ebenso arger Frevel gegen litterärischeals gegen bürgerliche Gerechtigkeit, wenn ihr Werth, auchin unseren Tagen von politischen Verketzern dadurch her-abgesetzt und den ihrer bedürfenden Kreisen entfremdetwird, daß sie die Gesinnung eines in Sehnsucht der Men-schenliebe Untergegangenen weniger schnöde als giftig, fastmöchte man glauben, schadenfroh zu lästern und, zur War-nung oder Gefährdung verhaßter Zeitgenossen, verdachtigzu machen suchen. Durch die Reise um die Welt ^1772bis »775 k, auf der er, ausgestattet mit teutschcr Gründ-lichkeit und erwachsen unter Einwirkungen des brittischmVcrfassungslebens auf seine Jugendbildung, I. Cook und