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Berlin fgeb. >719; st- 177') eilten« seinein tief, aber nichthell gedachten Werke,,über die Musikalische Poesie^ (B.-762) dein Zeitalter vorauf und deutete Ahndungen au,welche weiter geführt haben müsiten, wenn gleich gediegeneErfahrungen für die Dichtkunst, wie für die Tonkunstvorhanden gewesen wären. E6 uahetc die für TeutschlandsLitteratur und Kunst entscheidende Zeit, welche ihnen dieeigeuthümlichste Richtung gab; durch Begriffe sollte fort-schreitende Bildung des Kunstsinnes gefördert werden; Enr-wickelung des philosophischen Geistes sollte der Ausübungund Anschauung der Kunst vorausgehen und ihnen zu eigen»thüinlich frenem Leben verhelfen; unsere Litteratur solltedavon ausgehen, womit sie bcy den Griechen geendet ha«,von Kritik, um zu immer jugendlichem Leben und stets neubeginnender fortwährender Veredelung angeregt zu werden.Diese neue und cigcnthümlichc Richtung der vaterländischenKunst und Litteratur ist dem Manne zu verdanken, dessen An-denken jedem Tcutschcn ehrwürdig ist. Da, ohne ihn ge-nauer zu kennen, von dem Wesen und von den Grundbedin-gungen des teutschen Kunst-und Litteraturlcbens nichts be-griffen «verdeu kann,so ist es Pflicht, bey diesem Herolde derFrcyheit und Wahrheit zu verweilen und auch die, in seinegeistige Wirkungen und Verdienste eng verschlungenen äus-seren Schicksale desselben vollständiger kennen zu lernen.
G 0 tt ho ld Ep h ra im Lessing aus Eamcuz sgeb.d. 22 Jan. 1729; st. d. >5 Febr. »78lss ivar der erstge-borne Sohn eines frommen gelehrten Predigers, wurdenach alter guter Sitte christlich erzogen und zeigte schonim Knabenalter die regsamste Empfänglichkeit und unruhigeWißbegierde; die Mutter bestimmte ihn für den geistlichenStand, der Vater für eigentlich gelehrtes Leben. Im «2tenJahre kam er s>74>s, gut vorbereitet in den Aufangsgrün«.
Wachler'S Vorlesungen 2r?hl. a r