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Evangeliums Liebe und Glauben an den Allerhöchsten;die biblische Welt hat Hcimath gefunden in seinem Herzen;sie belebet sich nnd ihn, in ihrem Mittelpunkte ist der Eine,durch den sich die unaussprechliche Liebe des Allvaters offen-baret; ihn feiert der göttliche Scelenfriede des, der imStaube anbetet, ihn die Iubelchöre der Seligen und derhimmlischen Hecrschaaren. Diese Eindrücke erzeuget dasHobe Gedicht; und wer dafür empfänglich und dankbar ist,wird kaum bey der Betrachtung seiner Schwächen, der häu-figen Einschaltungen und Abschweifungen, des oft redneri-schen Tones, und der Verstoße gegen Prosodie, verweilen.Die Sprache hat durchaus Schönheit und Würde, derHeramctcr, weil ihm Mannigfaltigkeit gegeben werdensoll, weniger griechische Regelmäßigkeit, als feierlichenWohllaut. Das Evos erschien nach langen Zwischenräu-men in zwiefacher Ausgabe, zu Halle (B. i — Z. 1761;B- 6— 10. 1766; B. l c — iZ. 1769; B- >6 — 20. >77»)und unvollständig zu Kopenhagen (B. 1 — ac,. ^7^5; B.
— ig. 176g. 4); umgearbeitet in zwei) Abdrücken,wovon der eine Denkmal der Klop st ockschen Rechtschrei-bung ist, zu Altona (1780. 2 B. 4 und 3); zuletzt verbes-sert (>3cio) in der Göschcuschcn Ausgabe der Werke. Esist in die meisten lebenden, stellenweise auch in todteSprachen übersetzt worden, daß, mit einiger Ausnahmeder Holländischen von G. Grönevcld (1784; 179 c),keine gelungen ist, kann als Triumph der Fülle und Ho-heit der tcutschen Sprache gelten. Der Geist und Gehaltdieses Werkes hat den Sturtz der Gottschedischeu Reimer-schule vollenden helfen; der Tadel unverständiger kirchlicherEiferer ist verhallt, wie ihr anderes unfruchtbares Trei-ben. Unseres Zeitalters Rückkehr zur gläubigen Christus-Religion mag sich auch darin bewahrheiten, daß die Meft