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„Versuch in moralischen und Schafergedichten" (Hamburg,748) von A. G-U. herausgegeben worden. — Hier machtesich zuerst der Lcscwclt bekannt Abraham GotthelfKästner auS Leipzig lgeb, 1719; st. d. 20 Inn. ,8oasj,als gründlicher Mathematiker einer der berühmtesten Lehrerauf der Göttinger Hochschule l s. , ein seltener Viel-wisser und im eigentlichsten Sinne ein Muster in der Kunst,mit Lebe« und Zeit für Wissenschaft und Litteratur zu wu-chern, Sitten und Glanben seiner Jugendzeit treu bewah-rend und daher unwandelbar dankbarer Anhänger Gott-sched's. Seine „Sinngedichte und Einfälle" (-781, u.aLoo. 2 Th. 3.) gehören zu den vorzüglichsten der tcut-schcn Litteratur; viele haben cigcnthümlich launigen Witz,viele sind beissend scharf; die meisten beziehen sich auf per-sönliche Zeitverhältnissc. In den Lehrgedichten herrschenKalte und Schulgelehrsamkeit vor. Die prosaischen, grö-sseren TheileS wissenschaftlichen Aufsätze zeichnen sich durchHeiterkeit der Ansicht, Faßlichkeit des Tones und Ange-messenheit des Ausdruckes vortheilhaft aus. Was vonseinen Arbeiten Hieher gehört, ist fast alles in den „Ver-mischten Schriften" (Altcnburg 1755 fll.; 5te A. 178?.2B, 8.) und in „einigen Vorlesungen" (das. 176L. 2TH )gesammelt. — Hier finden sich auch die ersten Versuchevon Christlob Mplins aus Reichenbach in der Tbcr-lausitz lgeb. 1722; st. d. 3 Marz 1764^, dem Landsmannund Freunde Lessing'ö, einem vortreflichcn Kopfe,dem die traurige Notwendigkeit, mit Schriftstellerevschon als Student Brod zu erwerben, kaum Zeit ließ,seine Licblingsneigung für Beobachtung der Natur zu be-friedigen; wie er im Begriffe war, eine seinen wissen-schaftlichen Wünschen zusagende Reise nach Nordamerikaanzutreten, übereilte ihn der Tod. Die schriftstellerische