Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
Seite
22
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bürg berief, WS er fleissig und mit heiler BesonnenheitStoff zu einem, späterhin zwar fortgesetzt bearbeiteten,aber unvollendet gebliebenen und in der Bücherversteige-rung verschwundenen gelehrten Werke über Dacienö Alter,thümer sammelte. Unbesiegbares Heimwehe zog ihn baldfr6Wz nach Schlesien zurück; er lebte abwechselnd in Bunz-lau und längere Zeit in Licgnitz, auch in Wittenberg undWien, ausschließlich für wissenschaftliche Beschäftigung undin schriftstellerischer Thättgkeit und zog die Aufmerksamkeitder großen Welt, selbst K. Ferdinand s II., auf sich. (ZartHannibal Landgraf von Dohna ernannte l 1626z den nunberühmten Dichter zu seinem Sccretar und übertrug ihmfe6Zo^ ein Geschäft in Paris; auf dieser Reise und wah-rend des Aufenthaltes in der französischen Hauptstadt, demSammelplätze vorzüglicher Gelehrten, erweiterte Opitzden Kreis seiner litterärischen Bekanntschaften und ver-mehrte den Vorrath an fruchtbaren Erfahrungen für Welt-und MenschenkcnntNiß, für Wissenschaft und Kunst. Nachdem Tode j>6ZZz des Burggrafen, eines biederen viclthä-tigen Geschäftsmannes, der aus einem Beschützer und Vor-gesetzten zum väterlichen Freunde umgewandelt wordenwar, hielt sich Opitz bald in Brieg, bald in Liegnitz auf,bis er, bey zunehmenden Unruhen und Gefahren des Krie-ges, f>6?4ss den Herzog von Krieg nach Thorn begleiteteund sich kurz darauf in Danzig niederließ. Hier wurdeer zum K. Polnischen Historiograpben ernannt, genoßAchtung und würdige litterärische Muße, wurde aber nurzu früh ein Opfer der Pest.

So ungleich auch die Eigenthümlichkeit und Wirksam-keit dieses von Zeitgenossen hochgcfeierten Mannes in neue,der Zeit bcurthcilt worden sind, so walten doch über seineVerdienste um teutscke Sprache und Litteratur keine Zwei-