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den ersten Jahrzehndcn seines Dichterlebcns brach er sichneue Bahnen; späterhin scheint er Opitz als Meister undMuster anerkannt zu haben, ohne jedoch in der Prosodieihm genau folgen zu können. Weckherlin's Verdienstnm die vaterländische schöne Littcratur ist ein zwiefaches;er bereicherte sie mit Dichtarten, welche bisher nicht imGebrauch gewesen waren, namentlich mit Sonnetten undIdyllen; und führte Neue, meist von Franzosen entlehnteSylbenmaße ein; aber sein, auf Zählung der Cylben be-ruhender , Versbau ist oft sehr hart und beleidiget dasOhr. Unter seinen Gedichten, welche ausser einzelnen,jezt sehr seltenen. Abdrücken, in „zwey Büchlein Odenund Gesänge" (Stuttg. 1618.8.) und in „Geistlichen undweltlichen Gedichten" (Amsterdam ,64,. >2; 1646?;1648. 8) gesammelt sind, zeichnen sich die Liebes- Trink-und Kriegsliedcr durch Lebendigkeit, durch Neuheit derBilder und kräftigen Ausdruck, das Gedicht auf GustavAdolph durch tiefe Wahrheit und Stärke der Empfindung,mehre Epigramme durch Laune und leichte Anschaulichkeitam vorthcilhaftesten aus. In seinen, auch als gleichzeitigeSittengemälde schätzbaren Beschreibungen einiger Hoffesteüberraschet die in jenem Zeitalter unerwartete gedanken-volle Gediegenheit der Prosa. Ueberhaupt gcbühret seinemwenn schon selten ganz gelungenen Streben, der tcutschenSprache Neue Trefflichkeit abzuringen und ihre durch Ver-nachlässigung störriger gewordene Ungeschmcidigkeitzu über-winden, dankbare Anerkennung der gerechten Nachwelt.Und aus demselben Grunde darf Dieterich von demWerder aus dem Anhaltischcn sgeb. 16L4; st. d. >LDcc.1667s, der Tasso's (Franks, a. M. 1626) und Ariosto's(Lcipz. i6Z6. 4.) Meisterwerke, mit Beybehaltung achtzci-liger Stanzen, in Alexandrinern metrisch nachzubilden ver-