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1 (1818)
Entstehung
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186
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zn werden, wurde er unstet und flüchtig und bekannte sichliZigZ offen zu Luthcr's Lehre, deren Wesen schonlange ihm eigcnthümlich gewesen war. Bis dahin hatteer in reiner schöner lateinischer Sprache geschrieben, Ge-legenheitsgedichte , reich an Gedanken und lebendigenZügen aus der Wirklichkeit, frcymüthige geistvolle Saty-ren und Schilderungen, Rügen kirchlicher Vornrthcileund Mißbräuchc, Renchlin's Siegesfeier, Aufforderungzum Kampfe gegen die Türken, leidenschaftliche Strafre-den gegen Ulrich von Würtcmberg; jezt fing er an in derMutrersprache zum Volke zn reden. Seine Klage über dieVerbrennung lutherischer Schriften, sein Aufweckcr dertentschen Nation, seine Klagen der tentschen Freystädtc,feine kühne Ergicßungcn über Papst und Kirchcnversamm-lungen erhoben sich zum Range allgemein gelesener Bolks-schriftcn; auch was er aus dem Lateinischen in das Teut-sche übertrug, fand Eingang bey Lesern ans allen Stän-den. Sein tcntschcr Ausdruck ist körnig, kräftig, sinn-voll, volksgcmaß und gewann fortschreitend an Verede-lung und geschmeidigerem Wohllaut, ob er gleich dicRün-dnng und classische Festigkeit des lateinischen nie erreichte.Es ward dem ritterlich hochherzigen tcutschcn Manne sowenig vergönnt, im vaterländischen Sprachgebranchc dieReife zu erringen, worauf sein regsam tüchtiger Sinnihm Anspruch gab, als in der sich neu gestaltenden Wirk-lichkeit der tentschen Welt den wohlverdienten Lohn seinerAnstrengungen, Entbehrungen und Verfolgungen zu ernd-tcn. Nach dem Hintritt k>62Zz seines ihn schützendenFreundes Sickingen, suchte Hutten eine Sicherheits-siätte in der Schweitz und fand für seine Hülflofigkeit nurkalte Vcrstoßung bey dem höfischen Erasmus und neueKränkungen durch dessen Einfluß; da strömte die lczte