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Eigenthümlichkeit des Volkssinnes zuchrenweis, alshoch-erfreuliche Erscheinung im teutschcn Kunstleben gellen,wenn auch die meisten Früchte dieser zünftigen Knnnberc-bungcn geringhaltig für unseren dermaligcn Geschmackbefunden werden sollten. Gewöhnlich wird der gegen-wärtige Zeitraum nach den Meistersängen: benannt; nichtganz richtig ; denn sie machten nur einen , und eben nichtimmer den wichtigsten Bestandtheil der teutschen Dichtcr-welt aus; verdienen aber doch, daß geschichtlicheVetrach«tung länger Key ihnen verweile; indem das Nolksthnm-liche des vaterländischen Kunstlebens in etwas steiferGestaltung und oft unbeholfener Bewegung anschaulichgenug durch sie bezeichnet wird.
Die Entstehungsgeschichte der bürgerlich-zünftigenSing-Schulen wird durch dichterische Sagen-Ueberlrei-bnng und vornehme Zurücksührung auf hohes Alterihumverdunkelt; ihr Ursprung wurde von Meistersängen: selbst,mit offenkundigem Verstoße gegen die Zeitrechnung, indas Zeitalter des Kaisers Otto des Großen gesetzt undzwölfMeiftcr sollten, wie einst in Alcrandria die griechi-sche Ucbersetznng des Alten Testaments durch siebenzigDollmetscher wundersam zu Stande gebracht wurde, zu-gleich und ohne von einander zu wissen, die Mcisterkumcerfunden haben; wobey, abgesehen von dichterischerAusschmückung und seltsamcrZusammenstcllung, allerdingseine sinnvolle Ahndung geschichtlicher Wahrheit über Ent-stehung des dichterischen Kunstlebens im teutschen Vater-land? zu Grunde liegt. Als die zwölf Meister wurdengenannt von älteren Dichtern: Klingsohr, Heinrcchvon Oftcrdingcn, Walther von der Vogel-weide, Wolfram von Eschen dach, Rein marvon Zweter (Sigmar der Weise, sonst der Nvmer
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