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Kiitwickelung aufzufassen gedenken. Im südlichen Frank-reich und in Spanien ist der Westgothen Teutschheit unver-kennbar; Einrichtung und Verwaltung des Staats, ge-setzliche Ordnung, Waffenrecht und freycr Rittersinn be-urkunden sie; auch Sprache und Bilder der Vergangenheitmögen nicht entwichen sepn; Hierarchie romanisirte; öf-fentliches Unglück näherte die in unzugänglichen Thalerngeborgeneu Flüchtlinge den Landeseingcbohrnen; in demfreyen, fromm-tapferen Sinne, welcher sich diesen mit-theilte, wird die unversiegbare Herrlichkeit des Urstammsnicht verleugnet, wenn gleich dessen Sprache aufgegebenward und heimathliche Rückblicke und Ueberlieferungenim Reichthume großartiger Abentheuer und Heldenthatenuntergehen mußten. Die Sachsen in England bcharrtenfest in ihrer Teutschheit; vielfache stürmische und jäheUmwälzungen sind nicht vermögend gewesen, in Verfas-sung, Sprache, Denkart die Quelle unkenntlich zu machen,woraus sie geflossen sind. Der Burgunder in Frankreichbewahrte, selbst veredelte Teutschheit löste sich erst in derzum Theile gewaltsamen, zum Theile durch die Zeit be-wirkten Umwandelung ihrer Umgebung auf. Auch dieFranken als Eroberer und Beherrscher Frankreichs, nach-dem sie lange vorher oft ihre Wohnsitze verändert hatten,wurden heimathlichcr Eigcnthümlichkeit lange nicht ver-untreut. Noch im nennten Jahrhunderte mußte, aufVerordnung der Kirchcnversammlungen zu Tours 8 >3 undArles 85,, auch in teutscher Sprache gepredigt werden.Getrennt vom Mutterlande durch politische Uebereinkünsteund neue innere Verhältnisse auf beiden Seiten, bedrängtvon zahlreichen Feinden an der Nordknste, näherten undverbanden sie sich enger den Abkömmlingen der älterenLandesbewohner und es erfolgte die allmählig vollendete