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gen über die Sprache als Werkzeug und urkundlichenSpiegel des Geschehenen, nicht umgangen werden können.
Die Quellen, aus welchen unser Stoff geschöpftwird, sind die, zum Thcil nur in Bruchstücken vorhande-nen schriftlichen Denkmäler jedes einzelnen Zeitalters;auch Muthmaßungcn und Folgerungen, wozu dieselbenunzweydeutig zu berechtigen scheinen, lassen sich nichtverschmähen, wenn Zusammenhang, wie wir das in ge-schichtlicher Darstellung bedürfen, erstrebt wird. Nichtunbedeutende Ausbeute gewähren die Zeit- und Jahrbü-cher, obgleich viel Misverständniß in ihren Auslegungen,oft Ungeschick in ihren Urthcilen liegt. Uebrigens darfsich die Quellenforschung keineswcgcs ans das Einheimi-sche beschränken wollen, wenn auch der scandinavischeNorden, als ächt germanisch dem größeren Theile nach,darunter begriffen wird. Wo Germanen gesiegt und ge-lebt haben, in Spanien und Frankreich, in England undItalien thut sich Kunde auf von ihrer äußeren und inne-ren Geschichte, sind Spuren ihres Volksgeistcs erkennbar,begegnen verwandte Vorstellungen, Bilder und Sagen,oft die Erstlinge des zwischen Nhcin und Donau sich ge-staltenden geistigen Kreises. Daher wird der Stoff zuranschaulicheren Erkcnntniß und zur ausführlichen Darstel-lung des tcutschcn Kunstlebcns in Sprache und Schriftdurch scheinbar vom Haupt- und Mittclpnncte sich weitentfernende Untersuchungen fortwährend vermehrt undberichtigt und die tiefere, umfassendere Ergründung sei-nes WcsenS kann noch lange nicht, vielleicht nie für abge-schlossen gehalten werden. Wagen wir ja nicht, dieKenntniß einzelner Menschen unserer Zeit für beendetzu erklären, wenn sie uns auch für des Augenblickes Be-dürfnis genügen muß.