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Entwurf zur deutschen, und Darstellung der englischen Gesetzgebung über die Preßfreiheit
Entstehung
Seite
144
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Die neue» Behörde» aber, die ma» zu Handhaber»der Jeusur machen möchte, wurden sie auch unabhängigsein? Hungen sie nun doch von den verfassungsmäßigenAutoritäten ab, so wären es ja diese eigentlich, denendie Jensur annsmäßig zustände.

Endlich, wenn alle diese Körper ober Gewalten dieJensur zugleich ausüben sollen, würden sie Journale ha-ben, die ihnen ganz besonders angehörten? Aber in d e-sem Falle würden sie entweder einstimmig unter einandersein, was kaum anzunehmen, oder sie würden in Mei-nungen und Grundsätzen über die Zensur sich widerspre-chen, was Unordnungen, MelnungSkämpfe mid sehr ge-fährliche Autoritälssireiligkeirel! nach sich ziehen und dasWohl des Staats weit mehr beeinträchtigen könnte, alsdie Unabhängigkeit der Zeitschriften. *)

Bei dem Einflüsse, welchen die Krone in den beidenEpochen, wo über dielen Gegenstand verhandelt wurde,

") Was der Verfasser hier gegen die Zensur der Zeitschrif-ten in Bezug auf England sagt, laßt sich n>»rari- m-ilanäi»auch in allgemeiner Beziehung dagegen sagen, und verdient wohlbeherzigt zu werden. Auch ist es gar nicht zu bezweifeln, daßeine aufgeklarte, freisinnige und sich stark suhlende Regierungdurchaus nichts davon zu befürchten hat, wen» sie allen denSchriften, die hier der Verfasser unter dem Namen der Jour-nale begreift, namentlich den politischen Zeitungen, Zen-surfreiheit (versteht sich allemal, mit Vorbehalt der Verantwort-lichkeit) verleihet. Wir wünschen daher uvchmal, dafi Deutsch-land recht viel solche Regierungen haben möge, wie es deren inder Tbat schon einige hat. Unser obiger Entwurf möchte dannimmerhin eben nichts weiter sein und bleiben als Entwurf.

A. d. U.