Schranken hätte, als die der Jutraglichkeit oder der Ver-nunft, die darüber urtheilt.
Da übcrdieß die Zeitschriften einen besteuerungsfähi-gen Srvff von Bedeutung darbieten und das System dergesellschaftlichen Einrichtungen in Europa viel Steuernfoderr, so verlangen jene auch in Bezug auf den allge-meinen Gewerbflciß und die Staatskasse einen freiemSpielraum und wollen daher mehr aufgemuntert als an-gehalten sein. Die Zensur aber würde deren Zahl ver-mindern. 2)
In Ansehung der Gemeine oder des Publikumsfragt sich's: Würde die Zensur Vortheile gewahren und
welche?
Die Zeitschriften überhaupt sind eins der schnellstenMittel, eins der gebräuchlichsten und nützlichsten Werk-zeuge der allgemeinen Belehrung. Sie empfangen sieund tauscheu sie um mit großer Geschwindigkeit; sie ver-breiten sie mir vollen Hände», wohlfeilen Kaufs, alleTage, ja alle Augenblicke, und unter Gestalten, die al-len Eigenheiten, allen Altern, allen Verhältnissen zusa-gen. Sie bereichern die allgemeine Masse der Weltbevöl-
2) Sonst verbrauchten die englischen Journale für eine Be-völkerung von >5 bis 16 Millionen Menschen 200 bis 2Ü0 Tau-send Ries Papier von großem Formate, und die Stempelsteuer,welche sie zablten, war betrachtlich. Diese Steuer wurde ver-mebrt. Die Journale bezahlen jetzt an Etempelgebüren 9,L5v,oooFranken, ohne das Postgeld zu rechnen; aber sie verbrauchennur noch iS<> bis >L« Tausend Ries Papier.