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Dürften die englischen Minister sich wohl schmeicheln,der Richtung der öffentlichen Memnng sich zu bemei-stern? Würden sie nicht, statt dieselbe zu befragen undzu erforschen, sich einen Einfluß anmaaßen, der daraufabzwcckte, dieselbe zu unterjochen?
Aus den öffentlichen Vorcbcilen entsprossen, ist jeneMeinung immer da, wenn man im Fall ist, sie befra-gen zu muffen. Sie laßt sich ebensowohl vernehmen imStillschweigen und in der Ruhe der Mäßigung, als wennsie in gefahrlichen Ausschweifungen daherbraust. Hatein geschickter Minister die Vortheile der Geineine, diewahren Vortheile jeder Regierung, erwogen, so laßt ersie gegen einander spielen durch die Verhandlungen derverschiednen Zeitschriften. Man vergleicht diese, ziehtdas Ergebniß heraus und uriheilt. Alan findet dann,daß diese oder jene Handlungen der Regierung ent-weder mit der öffentlichen Meinung in Einstimmungsind oder den von ihr ausgesprochuen Wünschen undAnsichten widerstreiten. Sind die Wünsche schwan-kend oder schimärisch, die Ansichten falsch, so suchtman jenen ein andres Ziel zu geben und diese zu be-richtigen.
Hiezu bedarf man aber einer ziemlich großen Zahlvon Journalen. Die Errichtung einer Jensur würde je-doch mehr aus Beschränkung derselbe» hinwi ken; dennim Grunde würd' es nur Eins unter verschiednen Ge-stalten, Titeln und Farbe» geben. Und zugle ch müßteman wohl überzeugt sein, daß ihre Freiheit keine andern