Staatsklugheit, und die daraus geflossene Ent-schließung in seinem geheimen Rath erzählet. Ermachte zwey goldene Kälber, und bauete zu jedemeinen Altar zum Opfern, und ein *) Gotteshauszur Anbethunz. Er beredete seine Leute gar fein,daß vis aus purer Liebe zu ihnen geschähe, um sieder beschwerlichen Reise nach Jerusalems Tempelzu überheben. Er machte ihnen weis, daß er ebendas Recht hätte solche Tempel zu bauen wie Sa-lomo, und daß sie doch immer im Besitz der wah-ren Religion blieben, die ihre Väter gehabt, undvon Moses auf Gottes Befehl eingerichtet wäre.Und wie er ihnen dieses schlau bcygcbracht hatte —denn die Menschen wollen doch gerne orthodox seyn,und bey der Religion ihrer Väter bleiben — sowählte er zu Ocrtcrn der Anbethung die südlichsteund nördlichste Stadt seines Gebicthes, nämlichBethel und Dan. Bethel zwar darum, weilGott dem Vater Jacob, der Israel hieß, daerschienen war, der ein Gelübde gethan hatte,daß an dem Orte, wo er auf dem Steine geruhet,und den herrlichen Traum von der Himmelsleitergehabt hatte, dieser "*) Stein, den er salbete,
ein
Dis sind die Höhen, die nach i Kön. 12, zz. Iero-beain gemacht hat. Denn auf Höhen dauere mansolche Tempel, damit sie von weitem ins Auge fielen.
"*) Solche heilige Steine hießen dey den Heiden Na-tvl!»von Bethel, wie Jacob jenen Ort nannte. Also
wieder