Tyrus sich immer gehütet haben, den Israelitenzu nahe zu treten. Ich gestehe zwar gern, daß sieauch aus politischer Absicht jene zu Freunden hiel-ten, denn sie waren, wie sie Schlözer artig nennt,die Holländer der Vorwclt, und Tyrus war einewichtige Handelsstadt. Aber ohnehin muß manvon den Israeliten nicht denken, daß sie alles ge-nommen, was sie nur bekommen konnten, dennsie sollten um anderer Zwecke willen selbst keinbändelndes Volk seyn. — Tyrus hatte daher seineeigne Könige bis zum babylonischen Exil, unddiese waren unter Davids und Solomons Regie-rung Israels gute Freunde, und zwischen ihnenwar ein Bruderbund, welches sonst mit den Cana.nitern nicht seyn sollte. 5 Mos. 7, 2. Wir findenaber auch nirgend, daß Gott jene Städte demVolke Israel gegeben hatte, obschon Zidon nachNicht. 1, zr. in Assers Erbtheil lag.
Zwar möchte man denken, die Israeliten hat-ten gegen diese bcyde Städte, besonders gegenTyrus wegen ihrer Festigkeit, nichts versucht-Aber David hat doch die Festungen Rabba undZion bezwungen, die man beydc für unüberwind-lich hielt. Doch, wie gesagt: Jene Könige undihre Städte thaten dem Volk Israel nichts zu lei-de,
D Auch z» Zidon war Ethbaal, dessen Tochter Jcsabcl
Ahab, leider! nahm.