gefordert habe, um für die Zukunft die Menschenvorsichtiger zu machen, der lasiert Gott, wie ichvis unverholen sagen darf. Ich glaube zwar auch,daß Iephtha -eine Tochter wirklich geopferthabe, denn ech anderes kann ich nicht im Textefinden. Aber ich.behaupte dabcy, daß er, wie eingroßer Held er seyn mochte, hier sehr gefehlt ha-be, als er nach der Sitte der damaligen heidni-schen Weß handelte, vergl. Mich. 6, 7. Iephtha, !heißt esV. 1. war ein streitbarer Held, aber ein !Huren/ind, der ausser der Ehe erzeugt und alsovon Jugend auf im Unterricht vernachlaßiget war.So einem Manne kann ich solche That so gut, alser'ncm heidnischen Helden zutrauen. Und gewißhat er, als er dieses vorhatte, dem damaligenHohenpriester davon keine Anzeige gemacht, undnach dem von der Tochter gebethcncn Aufschubdie Handlung für seinen Kopf vollzogen. Heißt tes doch im Verfolg oft : Zu der Zeit war keinKönig in Israel und ein jeder that, was ihmrecht dauchte. Also sah man hier den Nutzenund die Nothwcndigkeit einer vernünftigen und !
biblischen Aufklärung. Und der Verfasser desBuchs der Richter mußte dis alö treuer Geschicht-schreiber
5) Es kann wvl scyn, wenn Iephtha von diesem Ge- ^setz wußte, und daß ers so unrichtig verstand/ weil er -nie eine Erklärung davon gehört halte.